Reinheit von Wasser und destillierten Wasser bestimmen

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Messverfahren um Fremdanteile im Wasser zu bestimmen

Dieses Leitwert-Messgerät zeigt die ppm von LeitungswasserMit einem Leitwertmessgerät können Sie bestimmten, wie hoch die Anteile von nicht-organischen und organischen Substanzen im Wasser sind. Wasser hat die Eigenschaft, durch die enthaltenen Fremdstoffe leitfähiger zu werden. Je mehr davon vorhanden sind, desto größer wird die Leitfähigkeit.

Die Messgeräte messen die elektrische Leitfähigkeit des Wassers und wandeln diese in ablesbare Werte um. Reinstes Wasser leitet keinen Strom und das Messgerät zeigt 0 an.


Meistens wird das Messergebnis in ppm angezeigt (parts per Million – es entspricht ungefähr mg/Liter). Wenn also 100 ppm angezeigt werden, dann enthält das Wasser einen Fremdstoffanteil von ungefähr 100 mg pro Liter.

PPM wird im Ausland als Maßeinheit verwendet. In Deutschland ist es Mikrosiemens (μS/cm). Da für die Meisten ppm geläufiger ist, kann man die Mikrosiemens zu ppm umrechnen. Der Umrechnungsfaktor ist 1 μS/cm ≈ 0,65 ppm.

Unter dem nachfolgenden Link finden Sie einen Onlinerechner, der die Mikrosiemens zu ppm oder umgekehrt berechnet.

www.goldmachen.de/ppm-zu-ms

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Leitwert-Messgerät für gefiltertes und ungefiltertes Leitungswasser

Dieses Leitwert-Messgeraet zeigt die ppm von OsmosewasserSie können mit einem TDS-Leitwertmessgerät die ppm von Trinkwasser sowie gefiltertem Wasser bestimmen. Je mehr ppm angezeigt werden, desto mehr Fremdstoffe befinden sich im Wasser. Eine Bestimmung der einzelnen Stoffe kann nur im Labor erfolgen.

Wenn das Wasser mit einer Osmoseanlage gefiltert wurde, dann liegen die Werte meistens zwischen 10 bis 20 ppm. Bei den Resten handelt es sich meistens noch um Salze. Das Osmosewasser eignet sich ausgezeichnet als Trinkwasser, weil es das einzige Filterverfahren ist, das die Chemikalien aus dem Trinkwasser entfernt.

Wenn Sie Bedenken haben, das dabei auch die Mineralien entfernt werden oder Osmosewasser ungesund ist, dann finden Sie auf der nachfolgenden Webseite mehr Informationen dazu. Ich gehe auch auf den Mythos ein, das Trinken von destilliertem Wasser tödlich enden kann.

www.goldmachen.de/trinkwasser-verunreinigung


TDS-Leitwertmessgerät

Die Anzeige der üblichen Geräte erfolgt in 1 ppm Schritten. Die Genauigkeit liegt meistens bei +/- 2 %. Ein gutes TDS-Messgerät sollte über eine automatische Temperaturausgleichs-Funktion verfügen. Ansonsten zeigt es bei verschieden Temperaturen andere ppm-Werte desselben Testwassers an.

Ich verwende seit Jahren unter anderem Leitwert-Messgeräte von HM - siehe Foto. Es zeigt die ppm sowie die Wassertemperatur in Celsius an.

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Tipp

Wenn Sie eine Osmoseanlage haben oder sich eine zulegen werden, dann können Sie mit einem Leitwert-Messgerät  bestimmen, ob die Osmosemembrane verbraucht ist und ausgetauscht werden sollte. Die Haltbarkeit der Membranen liegt je nach System zwischen 2 bis 4 Jahren. Wenn das Osmosewasser mehr als 30 ppm anzeigt, ist sie verschlissen und lässt zu viele Fremdstoffe durch.

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Leitwert-Messgerät für destilliertes und Reinstwasser

zwei Leitwert-Messgeräte im Vergleich - destilliertes WasserFür die Kolloidherstellung sollte das destillierte Wasser 0,5 oder weniger ppm enthalten. Um diesen Wert zu ermitteln, benötigt man einen genaueren Tester.

Bei den handelsüblichen Messgeräten lässt sich die Qualität von destillierten Wassern jedoch nicht genau bestimmen. Das liegt daran, dass die Werte in 1 ppm Schritten angezeigt werden und diese nicht empfindlich genug dafür sind.

Bei der Bestimmung mit diesen Leitwert-Messgeräten zeigt das destillierte Wasser mit 0,5 ppm dann 0 oder 1 ppm an, je nachdem wie die Elektronik des Messgerätes auf- oder abrundet.

Auf dem Foto zeigt das Leitwert-Messgerät für Reinstwasser 0,8 Mikrosiemens in destilliertem Wasser an. Das sind umgerechnet 0,5 ppm. Das normale Leitwert-Messgerät zeigt 0 an.

Zur genauen Bestimmung der ppm-Werte benötigen Sie ein Leitwert-Messgerät, welches in 0,1 ppm Schritten auflöst. Ich verwende dafür das Leitwert-Messgerät von Hanna für destilliertes und Reinstwasser. Es wird in Laboren verwendet zur Kontrolle des Reinstwassers und ist sehr genau.

Es verfügt über eine automatische Temperaturkompensation und die Messwerte werden in Mikrosiemens angezeigt. Unter dem nachfolgenden Link finden Sie einen Onlinerechner, der die Mikrosiemens zu ppm oder umgekehrt berechnet. www.goldmachen.de/ppm-zu-ms

Das preiswerteste Angebot für diesen Tester finden Sie bei Amazon. Sie können es auch direkt beim Hersteller kaufen, es kostet dort jedoch 17,85 € mehr.

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Messen von kolloidalen oder ionischen Dispersionen

Im Internet finden Sie manchmal die Aussage, das man die ppm mit einem Leitwert-Messgerät bestimmen kann. Bei den Leitwert-Messgeräten wird nur die Leitfähigkeit gemessen. Die tatsächlichen Anteile von kolloidalen oder ionischen Teilchen können damit nicht ermittelt werden.

Sie sind absolut ungeeignet, um auch nur ansatzweise den ppm-Wert von Kolloiden zu bestimmen. Auch wenn es von manchen Anbietern so angeboten wird – ein ppm-Messgerät für Kolloide gibt es nicht!


Konzentrationszunahme bestimmen

Zwei Leitwert-Messgeräte im Vergleich in kolloidales GoldSie können jedoch mit einem normalen Leitwert-Messgerät die Konzentrationszunahme bei stärkeren kolloidalen oder ionischen Dispersionen überprüfen. Bei schwächeren zeigen die meisten Messgeräte schon nichts mehr an, dafür ist die Elektronik sowie die Messfühler nicht ausgelegt.

Ein ppm-Messgerät zeigt nicht die tatsächliche ppm-Konzentration an!

Auf dem Foto sehen Sie zwei Leitwert-Messgeräte in kolloidalen Gold. Das normale zeigt 0 ppm an. Das Leitwert-Präzisionsmessgerät zeigt 5,4 Mikrosiemens an, was 3,4 ppm entspricht.

Je mehr das Gerät anzeigt, desto stärker ist die Dispersion. Die angezeigten Werte zeigen jedoch nicht die tatsächliche Konzentration einer Dispersion an!

Verwenden Sie bei der Kolloidherstellung das HANNA Leitwert-Messgerät für Reinstwasser, dann können Sie recht genau die Konzentrationszunahme prüfen, weil es kleinste Veränderungen anzeigt.

Wenn Sie z. B. kolloidales Gold herstellen, dann bleibt die jeweilige Farbe eine Zeit lang gleich. Messen Sie es zwischendurch mit dem Leitwert-Präzisionsmessgerät, dann werden Sie feststellen, wie sich die Konzentration durch ansteigende Werte erhöht.

Dies ist auch sehr praktisch bei ionischem Gold, weil selten eine Farbe entsteht. Sie können dann die Zunahme der ionischen Teilchen mit dem Messgerät verfolgen.

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Tipp

Wenn Sie die ppm Ihrer Kolloide mit dem Wiegeverfahren bestimmen, dann messen Sie auch immer die Mikrosiemens und notieren sich diese. Dann haben Sie bald eine Tabelle, an der Sie anhand der Mikrosiemens für Ihren Standort die ppm bestimmen können.

Es funktioniert sogar, wenn sich während der Herstellung Bodensatz gebildet hat, weil dieser vom Leitwert-Messgerät nicht erfasst wird.

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