Osmoseanlagen zur Trinkwasserreinigung

Inhaltsverzeichnis

Buch Wasserfilter-Ratgeber - Wege zu sauberem Trinkwasser

Inzwischen habe ich zum Thema Trinkwasser-Verunreinigungen und geeigneten Wasserfiltersystemen ein Buch herausgegeben. Im ersten Teil geht es um die Trinkwasserverschmutzung mit Uran, Viren, Bakterien, Chemikalien und Medikamentenrückständen und wie diese Stoffe in unser Trinkwasser gelangen.

Im zweiten Teil werden die relevanten Filtersysteme für Küche, Hausanschluss, Brunnen, Dusche, Wohnwagen, Reisemobile, Boote und zur Aufbereitung von Oberflächengewässern zur autarken Wasserversorgung vorgestellt. Zudem erfahren Sie, wie Sie gefiltertes Wasser basisch machen oder mineralisieren. 

Darüber hinaus werden die Verfahren zur Kalkentfernung mit den jeweiligen Vor- und Nachteilen aufgezeigt. Es werden auch die Möglichkeiten zur Entfernung von Legionellen vorgestellt und wie Sie damit bis zu 50 % der Kosten zur Heißwasseraufbereitung einsparen können. Ein Nebeneffekt ist die Reduzierung der Verkalkungen.

Weitere Informationen und Videos zum Thema sowie die Bezugsquellen für den Wasserfilter-Ratgeber als eBook oder als gedruckte Ausgabe finden Sie auf www.wasserfilterratgeber.de

Wie funktioniert eine Osmoseanlage

wie das Osmose-Verfahren funktioniertDas Osmose-Filter-Verfahren wurde von der NASA entwickelt, um aus Urin und Brauchwasser wieder Trinkwasser zu gewinnen. Es filtert bis zu 99,99 % der Schadstoffe sowie Viren und Bakterien aus dem Wasser.

Bei diesem Verfahren wird das Leitungswasser mit dem anliegenden Wasserdruck durch eine Membran gepresst, deren Poren so fein sind (0.0001 Mikron), dass nur die Wasser- und Sauerstoffmoleküle diese durchdringen.

Das Wassermolekül ist das kleinste Molekül. Alle größeren Moleküle werden abgefangen und mit nachfließendem Wasser ins Abwasser gespült.

Es ist das einzige Verfahren, um die im Wasser enthaltenen Schadstoffe wieder zu entfernen. Bei der Destillation lassen sich einige flüchte Chemikalien nicht entfernen.

Deshalb wird Reinstwasser für Labore oder medizinische Zwecke vor der Destillation immer mittels einer Osmoseanlage gereinigt.

 

Abwasser während der Filterung

Das durch die Vorfilter gereinigte Wasser wird an der Osmosemembrane (der eigentliche Filter) vorbeigeleitet. Durch den Wasserdruck wird ein Teil des Wassers durch die Membrane gepresst. Der Rest wird zurück ins Abwasser gespült.

Die Hersteller der Osmoseanlagen geben das Verhältnis von Osmosewasser zu Abwasser an. Bei den meisten Anlagen mit einer elektrischen Pumpe liegt das Osmosewasser-/Abwasserverhältnis bei 1:2. Das heißt, dass pro Liter gereinigtem Wasser 2 Liter Abwasser entstehen.

Es gibt nur wenige Anlagen, die mit 1:1 arbeiten - weniger ist nicht möglich, ansonsten würde sich die Osmosemembrane sehr schnell zusetzen.

 

Bis zu 12 Liter Abwasser pro Liter Osmosewasser

Bei Anlagen, die mit Wasserdruck betrieben werden und das gefilterte Wasser in einem Tank sammeln, wird das Verhältnis mit 1:4 angegeben. Was Ihnen die Hersteller allerdings nicht erzählen, ist das dieses Verhältnis nur für einen leeren Tank gilt. Je voller dieser wird, desto mehr Abwasser entsteht und kann auf 12 Liter pro 1 Liter Osmosewasser ansteigen.

Warum das so ist, werde ich hier nicht weiter ausführen. Auf meiner Wasserfilterratgeber-Webseite finden Sie weitere Informationen dazu.


Die Reinheit des gefilterten Wassers beträgt bei Anlagen für den Hausgebrauch meistens zwischen 10 und 20 ppm, je nach verwendetem System. Es gibt Labor-Osmoseanlagen, die gegen 0 ppm reines Wasser produzieren. Diese sind jedoch sehr teuer.

Mehr Informationen zur Trinkwasser-Verunreinigung, wie z. B. mit Uran, Medikamentenrückständen, Hormone usw. sowie eine Tabelle, welches Filterverfahren was ausfiltert, finden Sie auf www.goldmachen.de/trinkwasser-verunreinigung

Auf https://wasserfilterratgeber.de/videos finden Sie interessante Videos dazu.

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Warum destilliertes Wasser vorher mit einer Osmoseanlage gefiltert werden sollte

Elektrischer Destillator zum Herstellen von destilliertem WasserSynthetische Chemikalien, welche auch im Trinkwasser auftreten können wie Benzole, Chlor und Chlorabbauprodukte oder Dispersionsmittel – werden durch die Destillation nicht entfernt.

Der Siedepunkt dieser Stoffe ist niedriger als der von Wasser. Daher verdampfen diese früher als das Wasser selbst und befinden sich anschließend wieder im destillierten Wasser.

Auch schlechter Geschmack wird nicht durch die Destillation entfernt.

Wenn Sie Ihr destilliertes Wasser für die kolloidale Herstellung selber herstellen, dann ist die vorherige Filterung mit einer Osmoseanlage Pflichtprogramm. Es reicht dafür eine Preiswerte für 60 €.

Mehr Infos zu den Dampfdestillatoren ab 70 € finden Sie hier.

 

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Unterschiede der verschieden Osmoseanlagen

Die Angebote für Osmoseanlagen sind sehr vielfältig. Für einen Laien ist es schwierig, sich eine passende auszuwählen, wo der Preis und Qualität stimmen. Sie finden Osmoseanlagen für 100 und 1.500 € – optisch sind teilweise keine Unterschiede auszumachen. Oftmals werden die sehr teuren Anlagen von Vertriebsorganisationen verkauft.

Mein Trinkwasser wird seit über 25 Jahren mit einer Osmoseanlage gefiltert.


Anschluss der Osmoseanlagen

der 3-Wege Hahn wird gegen die vorhandene Armatur ausgetauscht Man sollte wissen, dass fast alle Osmoseanlagen an die Kaltwasserversorgung und an das Abwasserrohr angeschlossen werden müssen. Des Weiteren muss der Osmosehahn verbaut werden.

Dafür ist eine Bohrung durch die Küchenarbeitsplatte oder am Spülbecken erforderlich. Hierfür ist handwerkliches Geschick erforderlich oder es sollte ein Klempner damit beauftragt werden.

Alternativ gibt es 3-Wege Wasserhähne in vielfältigem Design, die gegen die vorhandene Armatur ausgetauscht werden. Bei einem Umzug wird dann wieder die Alte eingebaut.

Es gibt auch Osmoseanlagen, die nur an die Steckdose angeschlossen und wie eine Kaffeemaschine bedient werden. Diese Anlagen sind mobil.

 


Zwei Arten von Osmoseanlagen

1. Betrieb mit dem Druck des Leitungswassers

bei dieser Osmoseanlage wird das gefilterte Wasser in einem Tank gespeichertHier wird durch den Druck des Leitungswassers das Wasser durch die Osmosemembrane gedrückt. Diese Anlagen funktionieren ab einem Druck von 3 bar, welcher heutzutage in Deutschland fast überall vorhanden ist.

Weil der Prozess sehr langsam erfolgt (zwischen 5 bis 12 Liter pro Stunde), wird das gefilterte Wasser in einem Tank gesammelt.


Das Problem ist, das sich der Tank systembedingt nur zu ungefähr 70 % entleeren lässt, wodurch sich das Wasser im Tank mit dem Frischen vermischt. Die Tanks verkeimen mit der Zeit. Das ist auch der Grund, warum teilweise in der Presse vor solchen Anlage gewarnt wird.

Der Tank müsste alle 6 Monate desinfiziert werden, was erfahrungsgemäß die wenigsten tun.

Hierfür gibt es ein recht einfache Lösung. Man muss zwischen dem letzten Filter der Osmoseanlage und dem Abzapfhahn eine Keimsperre einbauen. Sie verhindert, dass Keime über den Abzapfhahn in die Anlage eindringen sowie evtl. vorhandene Keime aus der Anlage in das abgezapfte Wasser gelangen. Sie können eine Keimsperre auch leicht nachrüsten.


Dies ist auch sehr sinnvoll bei Kühlschränken, die an der Wasserleitung zur Eiswürfelerzeugung angeschlossen sind. Sie haben meisten nur einen einfachen Kohlefilter. Werden Bakterien aus dem Leitungswasser dort eingetragen, werden diese zur Brutstätte für Keime.

Bedenken Sie, das diese Kühlschränke für den amerikanischen Markt entwickelt wurden. Dort wird das Leitungswasser mit Chlor versetzt, so dass es dort keine Probleme mit der Verkeimung der Kohlefilter gibt.


2. Betrieb mit einer elektrischen Druckerhöhungs-Pumpe 

Osmoseanlage mit Pumpe ohne TankHier wird mit einer elektrischen Pumpe ein Wasserdruck bis 6 bar aufgebaut und das Wasser durch die Osmosemembrane gepresst. Man kann bei diesen Anlagen je nach Ausführung zwischen 0,7 bis 1,5 Liter pro Minute abzapfen. Das Wasser-/Abwasserverhältnis liegt bei 1:2 und bleibt recht stabil.

Ein Tank ist nicht erforderlich, sodass diese Anlagen kaum noch verkeimen. Ich empfehle diese trotzdem mit einer Keimperre auszustatten, damit keine Keime vom Abzapfhahn in die Membrane gelangen (Rückverkeimung).

Diese Anlagen sind auch als mobile Osmoseanlagen erhältlich und werden nur an der Steckdose angeschlossen.

 


Filter der Osmoseanlagen

Die meisten Osmoseanlagen haben drei Vorfilter, eine Osmosemembrane sowie einen Kohle-Nachfilter. Der erste Filter filtert nur größere Verunreinigungen aus dem Wasser.

Wenn Sie sich einen solchen Filter nach einem halben Jahr einmal anschauen, dann sehen Sie, wie sauber unser Trinkwasser wirklich ist.

Der zweite Filter filtert feinere Partikel aus dem Wasser. Der dritte Filter ist ein Kohlefilter. Dieser hat nur eine relevante Funktion. Er bindet Chlor aus dem Leitungswasser, weil dieser die Osmosemembran beschädigen kann. Osmoseanlagen wurden für den amerikanischen Markt konzipiert und dort wird das Wasser gechlort.

Die Osmosemembran ist der eigentliche Filter und lässt fast nur noch die Wasser- und Sauerstoffmoleküle durch. Als letzte Filterstufe kommt noch mal ein Kohlefilter zum Einsatz und verbessern den Geschmack des Wassers.

Nach der deutschen DIN müssen die Filter alle 6 Monate ausgetauscht werden (nicht die Osmosemembran). Das hängt damit zusammen, das teilweise Bakterien im Trinkwasser enthalten sind, so dass die Filter der Osmoseanlage verkeimen können.

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Kaufempfehlung mit Bezugsquellen für Osmoseanlagen

Aquaphor Morion Premium Osmoseanlage

Aquaphor Morion Osmoseanlage mit Tank

Wichtiger Hinweis - Stand 24.12.2020:

Die im Praxis-Handbuch empfohlene Morion-Osmoseanlage ist inzwischen als neues Modell erhältlich. Die Keimsperre als letzte Filtereinheit wurde gegen eine Mineralisierung-Kartusche ersetzt. Die Keimsperre kann jedoch dazu bestellt werden und wird dann gegen die Mineralisierungs-Kartusche ausgetauscht.

Wer diese behalten möchte, keine eine Keimsperre hinter der Anlage zwischen den Schlauch einsetzen.

Sie finden auf der Webseite zum Buch "Wasserfilter-Ratgeber" ausgesuchte Osmoseanlagen sowie auch andere Filtersysteme.

Ende Hinweis


Bei der Morion lässt sich durch eine patentierte Technik der Wassertank komplett entleeren, im Gegensatz zu herkömmlichen Anlagen. Das Wasser-/Abwasserverhältnis liegt bei 1:4 - auch bei leerem Tank. Die Filter lassen sich kinderleicht mit einem Klick aus- und einbauen.

 

die Aquaphor Morion Osmoseanlage unter der Spüle eingebaut

 

Die integrierte Keimsperre

Nur noch optional - Mit der integrierten Duo-Keimsperre der Aquaphor Morion wird sowohl eine Rückverkeimung der Anlage über den Entnahmehahn verhindert, als auch das möglicherweise verkeimtes Wasser von der Osmoseanlage aus dem Entnahme-Hahn fließt.

Gibt es auch einen Nachteil?

Ja - Sie können 5 Liter Wasser am Stück entnehmen, dann ist der Tank leer. Es dauert dann ungefähr 30 bis 45 Minuten, je nach vorliegendem Wasserdruck, bis dieser wieder voll ist.

Link zur Morion-Osmoseanlage


Sonstige Osmoseanlagen

Das Problem herkömmlicher Osmoseanlagen ist u.a. der Filterwechsel. Die dicken Filtergehäuse werden mit einem Kunststoffschlüssel auf- und zugedreht. Solang diese neu sind, ist es kein Problem. Wenn Sie diese das erste oder zweite Mal wechseln, werden Sie feststellen, dass ein enormer Kraftaufwand erforderlich ist, um diese zu lösen.

Beim Zusammenbauen muss der Filter hochkant stehen, damit dieser beim Zuschrauben richtig sitzt. Tut er das nicht, lauft ein Großteil des Wassers am Filter vorbei. Man muss auch besonders darauf achten, dass der Dichtungsring richtig sitzt, ansonsten werden sie am nächsten Tag eine größere Wassermenge außerhalb der Osmoseanlage vorfinden.


Untertisch oder Auftisch Osmoseanlagen mit Druckpumpe

Diese Osmoseanlage wird benötigt, wenn Sie größere Mengen gefiltertes Wasser brauchen, um z. B. ein Aquarium damit zu füllen. Sie können bei diesen Anlagen zwischen 0,8 bis 1,5 Liter/pro Minute gefiltertes Wasser abzapfen.

Sie finden auf www.wasserfilterratgeber.de ausgesuchte Osmoseanlagen für unter die Küchenspüle oder als Auftischanlage. Für die Kolloidherstellung reicht ein Modell für 60 €.


Mobile Osmoseanlage mit Druckpumpe

Diese wird wie eine Kaffeemaschine bedient und nur an der Steckdose angeschlossen. Das gefilterte Wasser läuft in eine 1,7 Liter Glaskaraffe. Preislich liegt sie bei 450 €. Wenn Sie größere Mengen gefiltertes Wasser für die kolloidale Herstellung benötigen, dann besorgen Sie sich einen lebensmittelechten und BPA-freien Trinkwasserkanister.

Dieser muss sein, damit keine Chemikalien daraus vom Wasser aufgenommen werden. Ich habe einen passenden aus deutscher Herstellung herausgesucht. Alle anderen BPA-freien Kanister bei eBay und Amazon kommen aus China, womit die BPA-freiheit nicht sichergestellt ist.

www.wasserfilterratgeber.de

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Tipps und Hinweise

Osmoseanlage spülen

Wenn Sie eine Osmoseanlage erstmalig in Betrieb nehmen, dann sollten Sie bei Anlagen mit einer elektrischen Pumpe mindestens eine 1/2 Stunde lang das Wasser in die Spüle fließen lassen.

Bei Tanksystemen füllen Sie 4 mal den Tank und lassen das Wasser wieder ab. Damit werden die Rückstände aus der Herstellung entfernt. Diese Prozedur ist auch nach jedem Filterwechsel erforderlich.


Anlage stinkt extrem nach Plastik

Wenn Ihnen beim Auspacken der Anlage ein sehr starker stechender Geruch von Plastik entgegenschlägt, machen Sie den Karton wieder zu und senden ihn zurück.

Sehr preiswerte Anlagen werden oftmals aus sehr billigen, nicht lebensmittelechten Kunststoffen hergestellt, so das die Chemikalien daraus jahrelang wieder in das gereinigte Wasser abgegeben werden. Manchmal kann auch eine Filterkartusche reißen, so das ein Wasserschaden vorprogrammiert ist.


Das Osmosewasser hat viel zu viel ppm 

Die Osmosemembrane muss erst aufquellen, bevor die volle Leistungsfähigkeit erreicht wird. Das kann mehrere Stunden dauern. Nach spätestens 2 Tagen sollte der ppm-Wert zwischen 10 bis 20 liegen.

Bei Anlagen mit elektrischer Pumpe lassen Sie die ersten 2 Liter durchlaufen. Wenn das Wasser eine Zeitlang in der Membrane steht, können ein wenig Salze durch diese dif­fun­die­ren. Bei Anlagen mit elektronisch gesteuerter Membranen Reinigung ist das nicht erforderlich.


Energetisierung von Wasser

Es gibt verschieden Systeme zur Wasser- Energetisierung oder Neustrukturierung. Diese werden manchmal mit der Aussage verkauft, das damit das Wasser wieder sauber wird.

Reinigen Sie das Wasser vorher immer erst mit einer Osmoseanlage, dann haben Sie eine optimale Basis für eine anschließende Energetisierung oder Mineralisierung.

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Lauretana Mineralwasser

Das LAURETANA, stille Mineralwasser enthält einen sehr geringen Anteil an Mineralsalzen – oder „gelösten Feststoffen“ (14,0 mg/Liter ~ 14 ppm). Es gilt als das „leichteste“ und „weichste“ Wasser in Europa. Mehr Information dazu finden Sie auf der Hersteller-Webseite.

Wichtiger Hinweis

Das LAURETANA Mineralwasser ist eine Alternative zur Osmoseanlage zur Trinkwasseraufbereitung.

Es ist nicht zur Herstellung von Kolloiden geeignet!

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