Chemisches Herstellungs-Verfahren für Kolloide und deren Nebenwirkungen

Bei der chemischen Herstellung wird mit einer Mischung aus Salpetersäure und Salzsäure z.B. Gold oder Platin aufgelöst und mit destilliertem Wasser vermischt. Durch Hinzufügen weiter Chemikalien verbindet sich das ionische Gold zu kolloidalem Gold.

Zusätzliche chemische Stabilisatoren verhindern das Ausflocken und stabilisieren die Teilchengröße. Dadurch können auch höhere Konzentration mit bestimmter Teilchengröße hergestellt werden. Es entsteht dabei Tetrachlorogoldsäure (Goldchlorid), meist in rubinroter Farbe. Früher wurde damit rubinrotes Glas hergestellt.

Mit diesem Verfahren werden auch heute noch Kolloide für die Pharmaindustrie herstellt. Kolloidales Gold wird z.B. bei Schwangerschafts-, HIV- und Bakterientests wie Campylobacter, Salmonellen, E.coli und weitere eingesetzt. Es wird auch in der Diagnostik von Tumoren verwendet.

Ein Zeitlang wurde das chemisch hergestellte kolloidale Gold sehr erfolgreich bei der Behandlung von rheumatischen Erkrankungen eingesetzt, jedoch wurde es wegen der Nebenwirkung der beigefügten Chemikalien wieder eingestellt. In der Alternativmedizin werden zur Schmerz- und Entzündungsbehandlung Goldimplantate eingesetzt.

Das chemische Verfahren ist bei einigen Herstellern von kolloidalen Gold sehr beliebt, weil sich damit schnell und billig hohe kolloidale Goldkonzentrationen in rubinroter Färbung herstellen lassen.

In dem Video sehen Sie, wie rubinrotes, kolloidales Gold (Tetrachlorogoldsäure) mit 40 ppm innerhalb von 5 Minuten für unter 2 $ chemisch hergestellt wird.

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Es gibt ein weiteres chemisches Verfahren, um z.B. kolloidales Silber herzustellen. Inzwischen werden auch andere kolloidale Produkte damit hergestellt. Hierbei wird z.B. Silberpulver, welches durch Zermahlen in Kolloidmühlen hergestellt wurde, in Wasser mit Casein (Milchproteine) vermischt.

Die kolloidalen Teilchen sind extrem groß und werden vom Körper als Abfallstoff ausgeleitet oder lagern sich im Gewebe ein. Die Wirkung ist minimal. Sie erkennen die Herstellungsvariante durch einen Schütteltest. Wenn es dabei schäumt, dann wurde es mit diesem Verfahren hergestellt.

 

Sonderfall monoatomisches Gold

Es gibt weitere Bezeichnungen dafür wie „MANNA“ oder „Aurum Potabile“. Die Goldelixiere werden nach alten alchemistischen Rezepten durch Auflösen von reinem Gold in einer Säuremischung hergestellt und dann weiterverarbeitet. Es ist ein höchst aufwendiges Herstellungsverfahren, das nur wenige beherrschen. Die Kunst ist hierbei, die Säure wieder zu entfernen, ohne das Elixier zu zerstören.

Da es hoch konzentriert ist, benötigt man für die gewünschte Wirkung nur wenige Tropfen. Kolloidales Gold, hergestellt im Hochvolt-Plasma-Verfahren, wird für die gleiche Wirkung entsprechend höher dosiert.

Wirkung und Nebenwirkung der Herstellungs-Verfahren

Bei allen chemischen Herstellungs-Verfahren entstehen keine reinen Kolloide. Die gelösten Teilchen verbinden sich durch die säurehaltigen Chemikalien sofort zu stabilen Chloriden (Salzverbindungen) und sind in höheren Dosen toxisch.

Die Salzverbindungen lagern sich im Gewebe ein und sind bei Silber für die Blauverfärbung der Haut, der Argyrie, verantwortlich. Bei Gold entsteht Chrysiasis, eine schiefergraue, metallisch glänzende Verfärbung der Haut.
Beide Symptome sind nicht mehr umkehrbar!

Je nach verwendeten Chemikalien können weitere Wechselwirkungen auftreten.

Nur im Plasma-Verfahren oder mit dem Ultrakurzpulslaser in destilliertem Wasser hergestellte Kolloide sind frei von Fremdstoffen, sofern keine Farbstoffe für die optische Attraktivität hinzugefügt wurden.