Haltbarkeit von Kolloiden verlängern und die Wirksamkeit erhöhen

Bei den nachfolgenden Informationen handelt es sich um einen Auszug aus dem Praxis-Handbuch der Kolloid-Herstellung. Zum vollen Verständnis der Zusammenhänge sind teilweise weitere Erläuterungen notwendig, die jedoch den Rahmen der Kolloid-News sprengen würden. Sofern es weitere Informationen zu einem Thema gibt, verweise ich auf das entsprechende Kapitel im Praxis-Handbuch.  

Alte Kolloide wieder reaktiveren

Ionische Lösungen (elektrolytisch hergestellt - Praxis-Handbuch Kapitel 1) sind bis zu sechs Monate haltbar, kolloidale Dispersionen (durch verdampfen hergestellt - Praxis-Handbuch Kapitel 1) über ein Jahr.

Mit der Zeit verlieren die Teilchen im Wasser ihre gespeicherte Energie und fangen an, zu Boden zu sinken. Dadurch sind sie nicht mehr wirksam. Wie schon im "REPORT - die 3 größten Fehler bei der kolloidalen Gold- und Silber- Herstellung"  geschrieben, wandeln Kolloide Wärme in Bewegungsenergie um.

Sie können durch erneutes Erhitzen den Teilchen wieder Energie zuführen und somit die Haltbarkeit entsprechend verlängern. Dadurch verstärkt sich auch die Wirksamkeit, weil dadurch wieder mehr Energie in von Teilchen gespeichert wird.


Vorgehensweise

Lassen Sie das Kolloid in einem hitzebeständigen Becherglas ca. 5 Minuten lang sprudeln kochen. Dadurch werden auch evtl. vorhandene Keime abgetötet, nicht jedes Kolloid wirkt antibakteriell wie Silber oder Kupfer.

Füllen Sie verdampftes Wasser mit destilliertem nach. Teilweise geht ein Teil des Bodensatzes (verklumpte Teilchen, die zu Boden gesunken sind) wieder in den „Schwebezustand“ über. Filtern Sie das Kolloid beim Zurückfüllen in die Flasche, um verbleibende Reste von Bodensatz zu entfernen.


Auf dem Foto sehen Sie zwei mit demselben kolloidalen Gold gefüllte Bechergläser. Das Linke wurde ca. sieben Minuten erhitzt. Es ist ein leichter Farbstich zu erkennen. Im Rechten sehen Sie die Farbe vor dem Erhitzen.

Durch die Hitze haben die kolloidalen Teilchen Energie aufgenommen und die Größeren haben sich zu Kleineren geteilt (siehe Praxis-Handbuch Kapitel 1).

Die Farbe wird schwächer, da kleinere Teilchen das Licht weniger streuen.

Wenn Sie zu viel verdampfen, kippt der Effekt um, weil dann die gleiche Menge Teilchen in weniger Wasser vorhanden sind und sich diese wieder zu Größeren verbinden.

Ionische Lösungen verlieren nach drei Monaten der Lagerung signifikant an Wirksamkeit. Deshalb sollten Sie bei längerer Lagerung diesen Prozess alle drei Monate durchführen.

Echte Kolloide, welche durch Verdampfen hergestellt wurden, sind bis zu 3 Jahre haltbar. Eine Anwendung dieses Prozesses ist, wenn überhaupt, erst nach einem Jahr notwendig.